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Zwölf und das verlorene Elfenlicht
Die Abenteuer von Zwölf, Melisandra und Co.

Auf der Suche nach seinem verlorenen Elfenlicht begegnet Zwölf vielen leuchtenden Tieren. Auf dieser Seite erfährst du mehr über das Meeresleuchten, die Glühwürmchen, den Seeteufel und die Quallen.

Das Leuchten des Meeres

Wie entsteht das Meeresleuchten?
Für das Meeresleuchten sind vor allem die Panzergeißler (Dinoflagellaten) verantwortlich. Sie sind so klein, dass du sie nur mit dem Mikroskop siehst. Werden sie berührt oder von Wellen durcheinandergewirbelt, leuchten sie. Der Leuchtstoff ist der gleiche wie bei den Glühwürmchen. Sie vermehren sich durch Teilung und bewegen sich mit ihren Schwänzchen (den Geißeln) fort.

Woher stammt der Geruch des Meeres?
Panzergeißler und Kieselalgen sind der Grund für den Duft des Meeres. Sie scheiden ein Gas aus, das von Bakterien zersetzt wird. Seevögeln hilft der Geruch bei der Suche nach Nahrung. Das Gas sorgt auch für Regen: Wassertropfen bleiben daran hängen und bilden Wolken. Werden diese zu schwer, regnet es.

Die Glühwürmchen

Wenn du an einem warmen Abend zwischen Mai und Juli in der Natur spazieren gehst, siehst du manchmal kleine, tanzende Lichter. Das sind Glühwürmchen bei ihrem Hochzeitstanz. Das Weibchen wartet dabei auf dem Boden oder auf den Blättern. Das Männchen fliegt blinkend durch die Luft. Wenn dem Weibchen das Leuchten des Männchens gefällt, blinkt sie ebenfalls. Das Männchen umkreist sie eine Weile und landet schließlich zur Paarung auf ihr. Ende Juli legt das Weibchen ihre Eier in den Boden. Nach vier Wochen schlüpfen die Larven und beginnen sofort zu fressen. Vor allem auf Schnecken haben sie es abgesehen. Die Larven töten diese mit giftigen Bissen und schleppen sie in ihr Versteck. Dort fressen sie die Schnecke in 1-2 Tagen auf, obwohl diese 15 Mal größer ist als eine Glühwürmchenlarve! Nach vier Jahren, in denen sie sich mehrmals gehäutet haben, verpuppen sich die Larven. Einige Tage später schlüpfen die Käfer aus ihrem Kokon und beginnen mit dem Hochzeitstanz.
Übrigens: Es gibt mehr als 2.000 verschiedene Glühwürmchen-Arten und jede hat ihr eigenes Blinkzeichen!
Die Glühwürmchen sind leider sehr selten geworden. Aber du kannst ihnen helfen: Am wohlsten fühlen sich Glühwürmchen in Hecken, Laub- und Asthaufen und naturbelassenen, giftfreien Gärten. Vermeide Kunstlicht im Garten, denn es verwirrt die Männchen bei der Paarung.
Auf der Seite der Umweltberatung findest du viele interessante Informationen zu den Glühwürmchen!

Der Seeteufel (Anglerfisch)

Der Seeteufel wird bis zu zwei Meter lang. Sein Kopf alleine ist halb so groß wie der Körper. Auf der Schnauze wächst eine lange Angel. Diese hat an der Spitze einen Köder, der wie ein Wurm aussieht. Während der Seeteufel zwischen Felsen und Pflanzen oder im Sand vergraben auf Beute wartet, bewegt er den Köder langsam hin und her. Kommt ein Fisch in seine Nähe, saugt er diesen ein und hält ihn mit den Zähnen fest. Das Maul und der Magen des Seeteufels sind dehnbar. So kann er Tiere fressen, die viel größer sind als er. Der Seeteufel verschlingt sogar tauchende Gänse, Enten und Möwen!
Übrigens: Nur die Weibchen der Tiefsee-Anglerfische besitzen eine leuchtende Angelspitze!

Die Quallen


Sie gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Schon vor ca. 670 Millionen Jahren (mehr als 400 Millionen Jahre vor den Dinosauriern) gab es die ersten Quallen. Sie kommen nicht nur im Meer, sondern auch im Süßwasser vor. Die Nomura-Quallen werden bis zu 200 kg schwer, haben einen Durchmesser von ca. zwei Metern und bis zu fünf Meter lange Tentakel (= Fangarme).
Die Leuchtquallen kommen im Mittelmeer, rund um Großbritannien und in den Tropen vor. Sie fressen vor allem tierisches Plankton, kleine Fische und Quallen. Sie leuchten, wenn sie sich bedroht fühlen oder jagen. Ihr Schirm erreicht einen Durchmesser von bis zu 10 cm und die Tentakel werden bis zu 3 m lang.
Woraus bestehen Quallen? Sie bestehen zum Großteil (99 %) aus Wasser und besitzen weder eine Wirbelsäule noch Gräten. An Land gespült fallen sie deshalb wie Wackelpudding in sich zusammen. Außerdem fehlen ihnen Gehirn, Herz, Lunge und Blut. Ihr Körper besteht aus zwei Schichten Zellen, die innen von Kollagen (= Eiweiß) gestützt werden. Beim Menschen befindet sich Kollagen in den Knochen, Sehnen, Bändern, Knorpeln und der Haut. Auch Gelatine besteht aus Kollagen.
Wie bewegen sich Quallen fort? Die Quallen lassen sich vor allem von der Strömung treiben. Als zusätzlichen Antrieb verwenden sie ihren Schirm. Wenn er sich zusammenzieht, entsteht ein Rückstoß wie bei einer Rakete, der sie nach oben drückt. Würfelquallen erreichen bis zu 9 km/h.
Wie jagen Quallen? Auf den Fangarmen liegen Nesselzellen, die wie Harpunen funktionieren. Sobald die Qualle ihre Beute damit berührt, schießen daraus automatisch Giftpfeile. Das Nesselgift betäubt oder tötet das Opfer. Danach befördert es die Qualle mit den Tentakeln in den Hohlraum im Inneren des Schirms und verdaut es dort.
Quallen fressen tierisches und pflanzliches Plankton, Garnelen, kleine Fische und andere Quallen.
Pflanzliches Plankton: winzig kleine Algen
Tierisches Plankton: im Wasser treibende oder schwebende Kleinstlebewesen (z. B. Larven, kleine Krebse)
Übrigens: Die australische Seewespe gehört zu den giftigsten Tieren der Welt. Ihre Opfer sterben innerhalb von wenigen Minuten nach dem Kontakt mit den Nesseln.
Erste Hilfe beim Kontakt mit Quallen.

Quellen:
Heiko Bellmann, Der neue Kosmos Insektenführer, KOSMOS; 2009
„die umweltberatung“ – Vom Wissen zum Handeln: Zauberhaftes Funkeln im Dunkeln, 06/2005 „Garten und Haus“.
Andrew Campbell, John Dawes: Lexikon der Meeres- und Süßwassertiere, Wirbellose, Fische, Meeressäugetiere, Delius Klasing Verlag, 2005
Robert Hofrichter (Hrsg)., Das Mittelmeer: Fauna, Flora, Ökologie, Spektrum Akademischer Verlag, 2001 (I) und 2002 (II)
Matthias Bergbauer und Bernd Humberg, Was lebt im Mittelmeer? Kosmos, 2009
Rüdiger Wehner, Walter Gehring, Zoologie, 25. Auflage 2013, Georg Thieme Verlag
www.scinexx.de
www.frogfish.ch